Die Strohmannzunft Sigmaringendorf e.V. nimmt in tiefer Trauer Abschied von
Andi Beiter,
unserem Gründungsmitglied, unserer langjährigen Wegbegleiterin und für viele von uns: unserem Herzstück.
Andi war seit 1992 Teil der Strohmannzunft – und von der ersten Stunde an brachte sie eine Energie mit, die ansteckend war. Mit Humor, Tatkraft und ihrer typischen Direktheit füllte sie jede Aufgabe mit Leben: ob als Schriftführerin, in den Verhandlungen des Narrengerichts, auf unseren Bällen oder in den unzähligen Rollen, in denen sie über die Jahre in Erscheinung trat. In den letzten sechs Jahren prägte sie als 2. Zunftmeisterin unsere Umzüge und die Straßenfasnet mit einer Leidenschaft, die ihresgleichen suchte.
Doch das, was Andi für uns unverwechselbar machte, waren nicht nur ihre Ämter – es war ihre Art: offen, ehrlich, herzlich und immer mit einem Lachen, das man nie vergessen wird. Wenn sie da war, war’s heller. Lauter. Bunter. Fröhlicher.
Und Andi war mehr als Strohmannzunft.
Auf der Waldbühne war sie für Generationen die berühmte „Kioskfee“ – ein Wirbelwind aus Spaß, guter Laune und Herzenswärme. Wer dort ein Eis, eine Wurst oder einfach ein paar nette Worte wollte, fand bei ihr genau das: ein kleines Stück Zuhause.
Auch im TSV Sigmaringendorf-Laucherthal hat sie über Jahrzehnte Spuren hinterlassen. Seit 1970 Mitglied, begeisterte Turnerin, über 40 Jahre Leiterin des Mutter-Kind-Turnens, langjährige Ausschuss- und Vorstandsarbeit, Ehrenmitglied – Andi hat unzähligen Kindern den ersten Purzelbaum, den ersten Mutmoment und den ersten Applaus geschenkt. Sie hat Menschen bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes.
Am 27. Februar 2025, mitten in der Fasnet, der Zeit, die ihr am meisten bedeutete, ist Andi völlig unerwartet von uns gegangen. Ihr Verlust trifft uns tief – mitten ins Herz unserer Gemeinschaft.
Wir verlieren einen Menschen, der eine Lücke hinterlässt – und gewinnen Erinnerungen, die uns ein Leben lang begleiten werden.
Dass Andi ihre letzte Reise in ihrer liebsten Jahreszeit angetreten hat, tröstet uns auf besondere Weise. Und wenn es einen Ort gibt, an dem sie jetzt ist, dann macht sie ihn sicher genauso bunt, warmherzig und lebendig, wie sie es hier bei uns getan hat.
Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie und allen, die sie lieb hatten.
Liebe Andi,
dein Geist, dein Lachen und deine Art werden in unserer Zunft weiterklingen –
in jedem Umzug, jedem Treffen und in jedem Moment, in dem wir an dich denken.
Mit einem kräftigen Strohma-raus, Strohma-raus – auf da Schelmawasa naus!
begleiten wir dich auf deinem letzten Weg.